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Bereits im Jahr 2007 verbrachten Marion und ich ein paar wunderschöne Wochen in Thailand, genauer gesagt auf der Insel Phuket. Weil es uns so gut gefallen hat, zog es uns im Jahr 2008 gleich nochmal nach Thailand, diesmal nach Khao Lak.

Hier findet ihr nun die Berichte über die Tauchplätze: tsc-hbs_010 tsc-hbs.de
Wrack "King Kruiser"
"Shark Point"
"East of Eden"
"Elephant Head Rock"
"Rocky Point"
"Beacon Beach"
"Breakfast Bend"
"Koh Bon"
"Koh Tachai"
"Richellieu Rock"
Wrack der "Boon Sun"


Wrack der „King Kruiser“
Der Tagestrip führte uns zum Wrack der „King Kruiser“. Bereits nach dem abtauchen war ich enttäuscht über die dort herrschenden Sichtverhältnisse. Das Wasser war nicht blau, sondern grün, und die Sichtweite betrug etwa 5m, also eigentlich wie zu Hause. Wir sind bei ziemlich heftiger Strömung am Seil auf 25m abgetaucht. Vom Wrack selber war natürlich nicht viel zu sehen.

Es gab aber trotzdem haufenweise Schwarmfische und jede Menge Kleingetier wie z.B. Nacktschnecken, Drachenköpfe, Lobster, Garnelen usw., die nun das Wrack ihr Zuhause nennen. Ich kann zum Wrack selbst leider nicht viel sagen, weil die Bedingungen einfach zu schlecht waren um einen wirklichen Wracktauchgang durchzuführen.

Fazit des Tauchgangs: Hat uns nicht umgehauen und ist bei solch schlechter Sichtqualität nicht unbedingt zu empfehlen mitunter sogar recht gefährlich.

Shark Point
Der zweite Tauchgang des Tages brachte uns zum bekannten Shark Point. Dieser ist nur 5 Bootsminuten von der „King Kruiser“ entfernt, weshalb die Sicht dort natürlich auch nicht besser als am Wrack zuvor.

Das Riff hat mir aber vom Bewuchs her gut gefallen. Weichkorallen und große Gorgonien, aber auch einiges an Fischlein trafen wir dort. Eine große Schule Baracudas begleitete uns den ganzen Tauchgang und ein Pistolenkrebs zeigte sich auch mal kurz.

Fazit zum Shark Point bei Phuket: Nicht schlecht aber leider auch hier schlechte Sicht.

Nach diesen beiden Tauchgängen in relativer Küstennähe zur Insel Phuket wurde es für uns Zeit, mal etwas Vernünftiges zu sehen. Das funktioniert in Thailand in erster Linie bei einer mehrtägigen Tauch-Safari. Wir haben uns für einen 5-Tages-Trip entschieden. Geplant waren die Similan Inseln, die Top-Spots Koh Bon - Koh Tachai und als Höhepunkt den sagenumwobenem Richelieu Rock kurz vor der Grenze zu Burma.

Am späten Abend starteten wir mit dem Safariboot „Dive Asia 1“ der lobenswerten Tauchbasis "Dive Asia" von Phuket aus in Richtung Similans. Die ganze Nacht tuckerte das Schiff durch die Andamanen-Sea, bis wir am frühen Morgen direkt vor der Similan-Insel „Nr.5“ den Anker warfen. Alle Inseln dort sind übrigens durchnummeriert. Unser erster Eindruck war sehr positiv. Wunderschönes türkisfarbenes Wasser und feinsandige Strände, wie aus dem Bilderbuch.

East of Eden
Der erste Tauchgang führte uns zum Spot "East of Eden".
Hmm.. irgendwie sah alles anders aus als wir erwartet hatten. Die Korallenwelt, wie wir sie aus dem Roten Meer oder den Philippinen her kennen, scheint es hier nicht zu geben. Es gibt stellen, wo nur der nackte Fels im Sand steht, aber bereits ein paar Flossenschläge weiter ist man mitten in einem wunderschönen Korallengarten mit riesigen Gorgonien, Stein-und Weichkorallen. Zum abtauchen war der Platz gut gewählt und gesehen haben wir eine Schildkröte, verschiedene Muränen, Kuhls-Stechrochen, ne dicke Sepia sowie dutzende Rifffische. Die Similans sind bekannt für klares Wasser und einer relativ hohen Chance auf Haie. Sind wir doch mal ehrlich, genau aus diesem Grund macht man ja auch eine Safari.

Elephant Head Rock
Deshalb wurde uns auch als zweiter Tauchgang des Tages der Spot "Elephant Head Rock" angepriesen. Ein Fels der aus dem Wasser ragt und seinen Namen der Form eines Elefantenkopfes verdankt. Ich dachte mir schon bei der Anfahrt, dass dieser Platz wahrscheinlich einer der besten Plätze an den Similans sein muss.

Außer unserem Safariboot standen nämlich noch 8 weitere Boote dort und wir sahen, wie sich dutzende Tauchern fertig machten, um mit uns scheinbar gleichzeitig im Wasser zu sein. Eigentlich war ich zu diesem Zeitpunkt ganz schön sauer, doch was uns dann unter Wasser begegnete machte alles wieder gut. Kurze Beschreibung des Platzes: Viele riesige, nackt abgeschliffene, zum Teil runde Felsen ohne jeglichen Bewuchs, eigentlich recht trostlos. Einige Felsen liegen quer durcheinander, sodass man zahlreiche Gänge, Spalten und kleine Höhlen hat. Es herrscht immer starke Strömung. Wir sind nach dem abtauchen gleich runter auf ca. 30m und warteten dort auf einer Sandfläche, wo sich leider auch schon andere Taucher vor uns niedergelassen haben. Ich wollte gerade wieder zurück als ich bemerkte, dass sich zwischen den Tauchern ganze Haiansammlungen aufhielten. Mindestens 10 Weißspitzen-Riffhaie schwammen munter zwischen uns hindurch uns machten sich überhaupt nichts aus unserer Anwesenheit. Das war genau das, was wir haben wollten. Mal nebenbei es gibt auch viele Schnecken und anderes Getier dort. Doch nach einem Tauchgang mit Haien hört man selten, dass sich jemand über die bunte Nacktschnecke unterhält. Sorry, ich bin eben ein Großfischfan. Doch das soll nicht bedeuten, dass ich die kleinen Dinge nicht beachte. Um ganz ehrlich zu sein, wäre der Tauchplatz ohne die Haie nicht wirklich toll.

Rocky Point
Der nächste Tauchgang war am „Rocky Point“. Mein Logbucheintrag zu diesem Platz: „Tauchplatz mit viel Abwechslung, 1 Leopardenhai/ 2 Schildkröten / großer Baracuda / verschiedene Nacktschnecken“ und Tiefe betrug angenehme 24m. Also es war ein easy dive. Übrigens Leopardenhaie hatten wir bei fast jedem Tauchgang.

Beacon Beach
Der letzte Tauchgang des Tages war ein schöner Nachttauchgang am „Beacon Beach“. Schnecken ohne Ende.

Breakfast Bend
Am nächsten Morgen dann noch einen vorerst letzten Tauchgang an den Similans. Tauchplatz „Breakfast Bend“ war nicht sonderlich spektakulär, aber wenigstens lag ein sehr großer Leopardenhai im Sand und ließ uns bis auf wenige Meter heran.

Koh Bon
Wir verließen das Gebiet der Similans und steuerten nun die Insel Koh Bon an, welche wir nach ca. 2 Stunden Überfahrt erreichten. Die Insel Koh Bon zählt mit zu den wenigen Tauchplätzen auf der Welt, an dem in den Monaten Nov. bis Mai eine relativ hohe Chance auf Mantabegegnungen besteht. Sollte sich bei mir nach mehr als 1000 Tauchgängen nun endlich ein lang ersehnter Wunsch erfüllen? Voller Erwartungen sind Marion und ich wie immer als erstes in Wasser gesprungen. Der erste Eindruck war nicht gerade überwältigend. Viele zerstörte Korallen und auch die Sicht betrug hier nur noch max. 15m. Wir tauchten in Richtung eines Felsvorsprunges (Pinnacle) auf 18m Tiefe und warteten dort auf die Mantas. Ich wollte es nicht glauben, doch bereits nach wenigen Minuten konnte ich die ersten Umrisse zweier Mantas im trüben Wasser erkennen. Es war unglaublich. Die beiden kamen direkt auf uns zu und umkreisten uns in einem Abstand von ca. 2m. Es sollte aber nicht nur bei den beiden bleiben. Am Ende waren 7 oder 8 Mantas bei uns. Ein wirklich riesiges Exemplar segelte über unsere Köpfe hinweg und blieb eine Weile über uns stehen um sich durch unsere Blasen der Ausatemluft den Bauch kitzeln zu lassen. Ich habe versucht, diese Situation im Bild festzuhalten, doch meine Automatik an der Kamera konnte nicht fokussieren. Der Manta versperrte mit seiner riesigen Spannweite einfach das Sonnelicht, welches ich zum fotografieren gebraucht habe. Oh Mann, es war ein Irres Erlebnis und nach dem Tauchgang waren alle an Bord des Safaribootes total überwältigt. Wir entschieden uns noch zu einem weiteren Tauchgang. In der Zwischenzeit waren wir nicht mehr alleine und so lagen nun 5 Safariboote hier am Koh Bon. Natürlich hätte ich nie gedacht, dass trotz der Vielzahl an Tauchern im Wasser ein Mantabegegnung nochmals möglich wäre. Doch auch der zweite Tauchgang bescherte uns dasselbe atemberaubende Schauspiel. Als wäre das nicht genug hatten wir während der Mittagspause noch die Gelegenheit mit einem dieser Riesen zu schnorcheln. Der zog seelenruhig seine Bahnen zwischen den Safaribooten und ließ sich in keinster Weise stören.

Koh Tachai
Nach diesen tollen Tauchgängen bei Koh Bon ging die Fahrt nun weiter zur Insel Koh Tachai. Auch über diesen Spot habe ich Vorfeld schon vieles gelesen und meine Erwartungen wurden hinsichtlich der Mantas auch hier voll erfüllt. Neben den Mantas gab es hier auch mehrfach Leopardenhaie zu sehen. Teilweise zwischen den nackten Felsen liegend aber auch frei schwimmend. Die Vielzahl an Schwarmfisch war unvorstellbar. Riesige Schulen von Stachelmakrelen, Süßlippen und große Fledermausfischen machten diesen Tauchgang unvergessen. In Jahr 2008 hatten wir leider am Koh Tachai solch starke Strömung, dass wir einen vernünftigen Tauchgang nicht durchführen konnten. Wir schleppten uns von Felsen zu Felsen und versuchten in deren Strömungsschatten neue Kraft für den nächsten Felsen zu sammeln. Nach 30min waren unsere Flaschen durch die Anstrengung so gut wie leer und somit war es, um es mal einfach auszusprechen, ein Sch... Tauchgang. Trotzdem habe ich für mich entschieden das Koh Tachai der beste Platz während der Safari im Jahr 2007 war.

Richelieu Rock
Als Krönung der Safari war nun der Besuch am legendären Richelieu Rock an der Reihe. Ich denke, dass dieser Tauchplatz sicher als einer der besten Plätze Thailands vermarktet wird. Es wurden nämlich an diesem Spot die meisten Walhaisichtungen von ganz Thailand gemacht. Um so mehr war mein Drang dort zu tauchen kaum noch zu bändigen.

Man kann schon von großer Entfernung erkennen, wo dieser Tauchplatz liegt. Denn dort stehen die Safariboote, kreisförmig wie auf einer Perlenkette, dicht bei dicht. Richelieu Rock ist eine Felsnadel im offenen Meer die aus ca. 35m bis kurz unter die Wasseroberfläche trifft. Da dieser Fels auf viele Kilometer die einzige Quelle für Nahrung und Schutz darstellt, ist auch der Fischreichtum dementsprechend groß. Besonders gefallen hat mir ein Tauchgang am späten Nachmittag. Dort ziehen dann tausende von Fischen um den Felsen um sich für die Nacht noch mal den Bauch voll zuschlagen. Sollte es die Strömung zulassen kann man das Riff ganz bequem bei einem Tauchgang umrunden. Es gibt wirklich viel zu entdecken, wie z.B. auf 30m zwei gelbe Seepferdchen, sowie Frog -und Geisterfetzenfische, mehrere Muränenarten, Rochen und und und. Das einzige was wir nicht entdecken konnten war der von mir sooooo sehr erwartete Walhai. Naja was soll`s. Da wir uns ja vorgenommen haben noch öfter in Asiens Gewässern zu tauchen wird sich irgendwann auch mal dieser Traum für mich erfüllen.

Der Richelieu Rock ist sicher ein toller Platz doch leider wird er zu stark betaucht. Im letzten Jahr haben wir nur einen Tauchgang dort gemacht und sind dann zurück nach Koh Tachai gefahren. In diesem Jahr verbrachten wir den ganzen Tag am Richlieu und es war schon traurig zu sehen, wie ganze Heerscharen von Tauchern dort ins Wasser gekippt werden. Vielleicht sollte man dem Riff einfach die Chance geben, sich mal zu erholen und dort für einige Jahre den Tauchbetrieb einstellen, ähnlich wie man es an den Brother Islands im Roten Meer gemacht hatte. Nach den Tauchgängen am Richelieu ging die Safari wieder zurück über die bereits bekannten Riffe Koh Tachai, Koh Bon und den Similans in Richtung Festland.

Wrack der "Boon Sun"
Den letzten Tauchgang der Safari bei Khao Lak machten wir am „Boon Sun“-Wrack. Meiner Meinung nach ein absoluter Spitzen-Tauchplatz. Es ist kein wirkliches Wrack sondern ein versenkter Zinnbagger, der während des Tsunamies im Dezember 2004 in 4 Teile zerbrochen ist. Das Wrack liegt auf Sandboden und bildet damit das einzige „Riff“ in der Umgebung. Es ist somit auch Anziehungspunkt für alles, was es an Fischen so gibt. Die max. Tiefe beträgt 20m. Da wir in Khao Lak dieses Jahr unseren Urlaub verbrachten haben wir uns auch nach der Safari noch 3x dort zum tauchen absetzen lassen. Es sind die riesigen Fischschwärme, Sepiaschwärme, Muränen, dutzende Arten von Nacktschnecken und nicht zuletzt die dort immer anzutreffenden Leopardenhaie, die das tauchen dort zum Erlebnis werden lassen.

Epilog

Thailand ist ein traumhaftes Land und man sollte sich neben dem Tauchen auch Zeit nehmen für die wunderschöne Natur und die wirklich liebenswerten Menschen. Es wird nicht umsonst „Land des Lächelns“ genannt.

Solltet ihr Fragen zu Thailand haben, so meldet Euch bei mir. Vielleicht kann ich euch ja den einen oder anderen Tipp geben.

Na dann, wie immer, freundlicher Flossenschlag Micha
Thailand 2007 und 2008
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