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Am 04.09.2008 verstarb unser Vereinskamerad, Freund und Taucher Uwe Bendlin im Verlauf eines tragischen Tauchgangs im "Grundlosen See" bei Heynburg.

Uwe wurde nur 49 Jahre alt.

Auf dieser Seite möchten wir die Umstände des Unfalls darstellen. Sie soll Gerüchten und Falschinformationen entgegen wirken und gleichzeitig Mahnung für eine sichere Tauchgangsdurchführung sein.
Hintergrund

Uwe absolvierte seine Tauchausbildung in unserem Verein. Seit dem 01.04.2007 war er im Besitz des Grundtauchscheins, seit dem 11.07.2007 war als CMAS* brevetiert. Bis zum Abend der tragischen Ereignisse hatte Uwe insgesamt 28 Tauchgänge absolviert, davon keinen tiefer als 20m.

Tauchgangsverlauf
Nach Auskunft der ermittelnden Polizeibehörde stellte sich der Ablauf wie folgt dar:

Zum späten Nachmittag des 04.09.2008 verabredete sich eine Gruppe von 4 Tauchern, unter ihnen Uwe, zu einem Tauchgang im GL. Nach einem Briefing tauchten die 4 in 2 Buddygruppen gegen 18:00 Uhr ab. Während des Tauchgangs wurde die Maximaltiefe des Gewässers bei 45m aufgesucht. Nach einer Verweildauer von ca. 1 Minute erfolgte der Aufstieg von Uwe und seinem Buddy (PADI Rescue). Auf 35m Tiefe soll Uwe seinem Buddy signalisiert haben, dass etwas nicht stimme und er auftauchen möchte. Auf 25m wurde das Zeichen wiederholt. Kurz danach erbrach sich Uwe. In 15m Tiefe bemerkte der Buddy, dass Uwe's Atemmenge geringer wurde. Auf 10m Tiefe setzte die Atmung ganz aus. Der Buddy hat Uwe dann an Land geborgen und um 18:18 Uhr den Notarzt verständigt. Dieser traf gegen 18:30 am See ein, konnte aber leider nur den Tod von Uwe feststellen.

Die gesamte Tauchzeit belief sich auf 11 Minuten. Uwe hat den Tauchgang mit einer vollen Mono-12er begonnen, die zum Ende des Tauchgangs einen Restdruck von 70bar hatte. Die Flasche verfügte zwar über einen Doppelabgang, es war aber nur eine erste Stufe mit Oktopus montiert.

Die anschließende Untersuchung ergab, im Gegensatz zu Verlautbarungen in der Tagespresse, keine gesundheitlichen Vorschädigungen am Herz-Kreislauf-System. Auch eine durch Barotrauma bedingte Todesursache konnte ausgeschlossen werden. Ebenso lag keine DCS vor. Die feingeweblichen Untersuchungen zeigten auch keine Vergiftung. Das gesamte Tauchgerät war technisch einwandfrei, die Luft war absolut in Ordnung.

Allerdings wurde eine Infektionserkrankung im Lungenbereich (Erkältung) festgestellt. Die Behörden gehen davon aus, dass ein Hustenreiz zur Luftnot, Erbrechen und schlussendlich zur Erstickung geführt hat.

Uwe's Vermächtnis
Trotz oder gerade wegen der Tragik des Falles sollten sich alle Taucher vor jedem Tauchgang die wesentlichen Sicherheitsregeln bewusst machen:
Uwe wird stets einen Platz in unseren Herzen und in unseren Erinnerungen haben.
in memoriam
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